Wenn ich mein Knochenmark spende, wird mein Bruder/meine Schwester wieder gesund

“Ich darf mein Knochenmark spenden” und dann wird meine Schwester wieder gesund…….

Liebe Eltern
während der harten onkologischen Behandlung bleibt nichts unversucht und oft klappt es: Da spendet der Bruder oder die Schwester das eigene Knochenmark, bekommt auf der Station eine Auszeichnung für Mut und Hilfsbereitschaft und bei uns in der Geschwisterspielstube gibt es auch noch einmal ein besonderes Geschenk. Es gibt (meistens) viel Lob von den Eltern.
Die Geschwisterkinder sind glücklich. Nicht nur wegen der Anerkennung, sondern vor allem, weil sie helfen können. Seit der schrecklichen Diagnose spielen sie quasi eine Nebenrolle. Alles dreht sich um den erkrankten Bruder, die sterbenskranke Schwester. Tag und Nacht. Da wird durch meine Kolleginnen in der Geschwisterspielstube vieles aufgefangen, manches besprochen und “bespielt”, oft auch beweint.
Was aber ist, wenn trotz der Spende (die ja auch sehr weh tut) der Bruder oder die Schwester stirbt? “War ich denn nicht gut genug”? – “Habe ich nicht gut genug helfen können” – die meisten Geschwisterkinder quälen sich mit diesen Fragen und fühlen sich schuldig. Es sei denn, die Eltern/ Großeltern können das irgendwie auffangen.
Kinder, die nach dem Tod des Geschwister Auffälligkeiten entwickeln – können, nach einer angemessenen Zeit, einem Therapeuten vorgestellt werden. Allerdings sollten sich die Eltern VORHER gut beraten lassen. Das kann z.B. im Elternhaus – in der Fachstelle für Verwaiste Eltern vom Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg – geschehen.
Melden Sie sich telefonisch oder auch online, ich nehme mir gern Zeit für Ihre Fragen.
Annette Hoeger

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