Sich selbst in der Trauer besser verstehen lernen

Lassen Sie Ihre Seele an der langen Leine laufen

Manchmal galoppieren Ihre Gefühle wie wild gewordene Pferde dahin. Und Sie stehen da, als abgeworfener Reiter, und können sie nicht mehr einfangen. Manchmal überkommt Sie eine richtige Wut auf diese Gedanken, die mit Ihnen treiben, was sie wollen: Sie quälen sich mit immer neuen Wenn und Aber, mit immer neuen – berechtigten und unberechtigten – Schuldgefühlen, mit Hass und Zorn auf sich selbst, auf Ärzte und BOLYMPUS DIGITAL CAMERAestatter, auf Pfarrer, auf Angehörige und auf Menschen, denen so ein Schicksal erspart geblieben ist. In Ihrer Trauer werden Sie dazu neigen, alles, was war, wie unter einem Vergrößerungsglas zu sehen: Für Sie gibt es nur Schwarz oder Weiß, Nuancen und Schattierungen können und wollen Sie im Augenblick nicht sehen. Es gibt nur Feinde und Helden für Sie. Lassen Sie Ihren Gefühlen ZEIT. Sie müssen erst langsam wieder lernen, die Wirklichkeit in ihren komplizierten Verknüpfungen anzuerkennen.

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