Gedanken zu Weißer Sonntag / Kommunion

Morgen, am 19. April, ist bei uns Weißer Sonntag.

Wir sind eingeladen, bei unseren beiden Nichten mit deren Eltern wir das Fest mit gestaltet hätten, wäre Lorenz noch bei uns.
Lorenz würde auch seine 1. Heilige Kommunion feiern und mit beim Fest sein.
Es wird schwer werden, diesen Tag zu bestehen. Man muss mit der Wut kämpfen, die einen überkommt, warum sein Kind nicht dabei sein darf.

Immer wieder, wenn ich Lorenz` Klassenkameraden sehe, versuche ich mir vorzustellen, wie er  jetzt wohl  aussehen würde und über was wir uns unterhalten würden.
Das macht es natürlich nicht leichter.

Wir haben uns für morgen entschieden, nicht zur Kirche zu gehen, sondern in der Zeit zu Lorenz` Grab zu gehen und bringen ihm eine neue Laterne.
Später werden wir dann zum Fest gehen, auch Paul (Lorenz` jüngerer Bruder)  zuliebe, der natürlich sehen will, was bei so einer Kommunion alles passiert.

Wieder ein weiterer schwerer Tag, den wir bestehen müssen, und es werden noch mehr solche Tage folgen…

apfelbluete

 

 

 

 

 

Dankbarkeit

Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen- man muss es einfach aushalten und durchhalten.
Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich auch ein großer Trost, denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.
Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in Freude.  (D. Bonhoeffer)

Andrea Bayer

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